luxortempelvorne3.jpg(PC) Auf die Spuren der Pharaonen im alten Ägypten, wie zum Beispiel Tutanchamun, begibt sich der neu eröffnete Amun-Tempel auf New Harbor Island.

Es ist eine Rekonstruktion des Luxor Tempels, der dem altägyptischen Gott Amun, gewidmet war

Tempel gibt es viele in Second Life. Zahlreiche von ihnen werden als Ägyptische Tempel vorgestellt. Sie sind mehr oder weniger umfangreich an begehbaren Räumen und unteriridischen Gängen, reich an Dekoration an den Wänden und reich an Innenausstattung: mit Götterfiguren, Thronen, Kästen, Dingen zum Staunen. Oft sind sie gleichzeitig eine Verkaufsfläche oder bilden imposante Kulissen für Clubs. Aber: aus fachkompetenter, archäologischer Sichtweise sind sie reine Phantasiegebäude, inspiriert von ägyptischer Kunst und Kultur oder was ihre Liebhaber dafür halten, die diese Plätze einrichten und die Objekte dafür selbst bauen oder kaufen.

Hat man einmal als Archäologe den Weg nach Second Life gefunden, wächst das Bedürfnis, es den Liebhabern alter Kunst und exotischer Kulturen gleichzutun. Vor dem Hintergrund der eigenen Sichtweise über das Erscheinungsbild der Denkmäler, besonders aber zur Funktion, die sie einst hatten, wachsen auch die Ansprüche, es elbst anders zu machen: Als Rekonstruktion von Denkmälern vergangener Kulturen auf der Grundlage tatsächlich überlieferter Gegenstände und Gebäude, die einen ganz eigenen Reiz ausmachen. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen im RL, in Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlung von archäologischen Themen in Lehre und Forschung, lässt sich Second Life hervorragend als Unterrichtsplattform oder Erfahrungsplattform nutzen.

Der Amuntempel:
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Vor kurzem wurde nun der Amun-Tempel in New York Harbour eröffnet. Es ist eine Rekonstruktion des Luxor-Tempels, der dem Amun gewidmet war. Durch den hohen Anspruch auf Authentizität fühlt sich der Besucher, als wäre er tatsächlich in jenem Tempel in Ägypten: Man kann ihn erfahren, erleben und daran lernen. Die Grundlage für den Bau dienen wissenschaftliche Veröffentlichungen der Ausgrabungsarbeiten am Tempel, von dem heute zahlreiche Bauteile und damit wesentliche Teile der Dekoration verloren sind. Zeichnungen und Fotos dessen, was heute noch zu sehen ist, zusammen mit dem Hintergrund des Ägyptologiestudiums führen zu einem Neubau des Tempels, wie er zur Zeit Ramses II. ausgesehen haben könnte.

Die Arbeiten daran bedeuten sehr viel Recherche, daher ist vor allem die Dekoration des Tempels noch nicht abgeschlossen: Zielsetzung ist es, jedes Wandrelief aufgrund von Fotos und alten Zeichnungen wiederzugeben und als Textur vorzubereiten. Die Rekonstruktion, an welcher Stelle welche Szenen zu sehen waren, andererseits die Herstellung der Textur ist viel Arbeit und Mühe, die in der Freizeit mit viel Idealismus betrieben wird. Die Arbeitsgruppe für den Tempel besteht aus nur drei Personen, die mit dem Bau und anderen Dingen beschäftigt sind: Humperdinka Bade (Landownerin) betreibt die Vermarktung, während Jachmes Masala mit der Recherche, Konzeption und Gestaltung des Tempels und Seneffer Balut mit dem Erstellen von Sculpted Prims für die Säulen und Texturen beschäftigt ist.

Die Innenausstattung des Tempels, der als Abbild des Kosmos, in dem die Götter wohnen, verstanden wurde, macht außerdem die Kultausübung deutlich: bewegte Texturen lassen die Priester das Götterbild in einer Prozession tragen, der König als Mittler zwischen Göttern und Menschen opfert und umsorgt. Götterstatuen, Opfertische mit Speise und Trank nähren die Götterbilder: man behandelte sie ehrfurchtsvoll wie Menschen, die täglich Nahrung, Kleidung und Kosmetik benötigen.

Jeden Samstag um 15 Uhr findet eine öffentliche, kostenlose Führung durch den Tempel statt, der die Baugeschichte des Tempels und die Religion der Ägypter erklärt. Auf Anfrage lassen sich gegen Gebühr Führungen buchen, auch in deutscher Sprache.

Landmark:
Amun-Tempel