Devisen statt MiesenMit der vielerorts beschriebenen Bankenkrise in SL räumt Bernd Schmitz auf seinem Multimediablog auf.

Den ersten großen Skandal, die Pleite von “Ginko” hat nicht etwa ein Bankchef , sondern ein Second Life Spieler verursacht, der laut Schmitz nicht aus Brasilien, sondern aus den USA kommt.

Wie bereits berichtetet, sind seit dem 21. Januar alle Institute verboten, die weiterhin Zinsen oder ähnliche Finanzdienstleistungen anbieten. Sie dürfen es nur, wenn sie auch eine staatliche Erlaubnis vorweisen können. “In Deutschland ist die Bezeichnung Bank nach § 39 des Kreditwesengesetzes (KWG) ein geschützter Begriff für Kreditinstitute, die eine Erlaubnis nach § 32 KWG zum Betreiben von Bankgeschäften besitzen“, definiert das herkömmliche Lexikon den Begriff.

Die meisten ehemaligen “SL-Banken”, wenn sie nicht gerade zahlungsunfähig sind, bieten ihren Kunden weiterhin ihre Dienste an. Bewohner können ihr Geld an diversen Stellen verwahren lassen und sollen so vor möglichem Missbrauch in SL geschützt werden. Zinsen gibt es dafür jedoch nicht. Man könnte sagen, eine virtuelle Sparstrumpfkultur wurde damit zum Leben erweckt. Andere wiederum, wie beispielsweise die Bank of SL erweitern ihr Angebot um Euro-Lindentausch und bietet zudem den sicheren Bankautomaten in seinen Niederlassungen an.

Devisenspiel statt Zinsen
Die im Jahr 1912 in Dänemark gegründete Saxo-Bank will in Second Life keine Bankgeschäfte im herkömmlichen Sinne anbieten. Sie stellt auf einer eigenen Insel einen Querschnitt ihres Angebotes dar und will herausfinden, wie die Bank eine interaktivere Umgebung für ihre Kunden erschaffen kann. Dazu hat Saxo im zurückliegenden Quartal damit begonnen, mit virtuellen Kursen zu experimentieren. Im Tradingroom der virtuellen Dependance können sich Bewohner für den virtuellen Handel anmelden. Zehn verschiedene Währungsverhältnisse, wie beispielsweise Euro in US-Dollar oder US-Dollar in Dänische Kronen, können gekauft oder verkauft werden. Dabei setzen sie keine virtuelle Währung ein, sondern erhalten bei einem möglichen Gewinn entsprechende Punkte. Den besten drei Händlern je Woche werden die Punkte in Linden Dollar ausbezahlt. Laut Jillian Falconi, die als Avatar Jillian Barth für Fragen der Besucher zur Verfügung steht, mögen besondern die sogenannten Newbies dieses Spiel. Mit den neuen Regularien von LL haben die Dänen kein Problem, da sie seit mehr als 90 Jahren auf den Märkten der Welt agieren.

Weblink:
Bernd Schmitz Bankenartikel

Landmark (SLURL):
Saxo-Bank in SL