So 11 Nov 2007
Bankenpleiten oder Dominoeffekt: Midas Bank in Second Life ist zahlungsunfähig
Geschrieben von Jodok Winkler unter Alle Artikel
(GW) Nachdem Bankrott der Ginko Bank vor einigen Monaten scheint es nun die zweite größere Bank erwischt zu haben, die Midas Bank. Da stellt sich bei den Investoren die Frage wo er sein Geld überhaupt noch sicher anlegen kann. Am sichersten ist es wirklich, wenn man mehrere Bankkonten unterhält.
Leider ist es aber in Second Life auch so, dass alle Banken in irgend einer Art miteinander verknüpft und verbandelt sind, was Investitionen sicher nicht einfacher macht. Am besten sieht der Secondlife Bewohner dies vielleicht auch an dem folgenden Beispiel der Midas Bank:
Es mag sein das die Midas Bank sicher nicht immer optimal gewirtschaftet hat. So soll sie zum Beispiel auch viele Anteile von der Ginko Bank besessen haben, welche ja wie wir wissen schon vor ein paar Monaten zahlungsunfähig wurde. Das bedeutete natürlich auch einen herben Verlust für die Midas Bank.
Die Verluste der Ginko Bank wurden in Verlustscheine umgewandelt, welche wiederum von der World Stock Exchange (WSE) in den Handel gebracht wurden. Aber anderseits besitzt die Midas Bank auch Papiere der WSE. Also bleibt eigentlich alles in einem Topf. Was befremdet ist ein Schreiben des CEO der WSE, welcher schon am 16 Oktober ankündigte, dass sie keine Dividende zahlen würden für die Quartale mit Ende 6 August 2007 und 6 November 2007. Kurz darauf erklärte aber genau diese WSE das die Midas Bank bankrott sei. Selber streiten sie natürlich jede Verantwortung ab, blockieren aber gleichzeitig deren Kontos. Nur mit den Gelder auf diesen Konten könnten eigentlich fast alle finanziellen Verpflichtungen abgedeckt werden.
Midas Commons, der Besitzer der Midas Bank, hat gegenüber der WSE immer wieder betont, dass er die Dividenden braucht, weil sonst die Bank zahlungsunfähig wird. Das ist scheinbar jetzt auch eingetreten mit dem Ausbleiben der Zahlungen, welche aber wohl verbindlich abgemacht waren. Aus diesem Grund gibt es Spekulation darüber ob die WSE pleite ist, oder ob sie sich einfach auf elegante Weise einiger Schulden oder Verpflichtungen entledigen wollte. Alles in allem scheint es sich wohl um einen Krieg der zwei Finanzinstitute zu handeln bei dem auch schon einmal auf unsaubere Methoden zurückgegriffen wird. Schon dass der Bankrott von WSE und nicht von Midas selbst publik gemacht wird, deutet darauf hin.
Nach dem Bankrott zweier Großbanken in kurzer Zeit und unsauberen Handlungen anderer, wäre es an der Zeit, eine Bankenaufsicht in Second Life aus der Taufe zu heben, um den Bewohnern in Zukunft solche Verluste aber auch Dominoeffekte zu ersparen.
Wir bleiben am Ball und werden sicher bald die Fortsetzung dieser traurigen Story bringen
Weblinks:
Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3
Hier gehts zur Zentrale der:
Midas Bank in SL
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3 Kommentare für “ Bankenpleiten oder Dominoeffekt: Midas Bank in Second Life ist zahlungsunfähig ”
Kommentare:
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11. November 2007 um 17:20
ohweia alles geht den bach runter - hoffe nicht alle banken
19. November 2007 um 09:20
Ich finde es einen Mist, denn mit nahezu 200.000LD Investition in der Bank scheint es ein derber Schlag für mich zu werden, sollte ich mein Geld nicht wiedersehen. Klar, man streut seine Investition, aber trotzdem…
Was für Wege gibt es nun noch an sein Geld zu kommen?
19. November 2007 um 12:21
Probier sonst der Midas Coustomer Group beitutreten. Sind alles Leute welche ebenfalls Geld verloren haben. Dort versuchen sie durch Petitionen an WSE und LL Druck auszu üben um zu ihrem Geld zu kommen. Ebenfalls kriegst du dort Einsicht in die Aktiven/Passiven der Midas Bank. Wären ja genug Aktive da um alle Schulden der Midas Bank 1:1 zurück zuzahlen, wenn sich WSE nicht so sperren und die Konten entblockieren würde