ideas to lifeDer virtuelle Gründerwettbewerb “Bring Ideas to Live” ist nun offiziell beendet.

Insgesamt mehr als 300 Teams hatten sich 45 Tage lang bemüht, die besten Ideen für eine virtuelle Existenz zu finden.

Als Hauptpreis winkte ein Business- Training im Wert von US$20.000.

Nun steht also das Siegerteam fest. Sechs Finalistenteams hatten sich jeweils 15 Minuten zu beweisen, in realer Diskussion und Präsentation vor der Jury im österreichischen Kitzbühel, welcher Vertreter der französischen Kaderschmiede INSEAD, der Wagniskapital-Firma “BrainsTo Ventures”, zwei Vertreter der organisierenden Managment-Beratung Mc Kinsey und auch Christian Stöcker, der Autor des Buches “Second Life”, als Vertreter des Spiegel Online als Media-Partner in dieser Finalrunde, angehörten.

Alan Ross und seine Team-Partnerin Paola Capocasa haben den Wettbewerb für sich entschieden. Die Erfindung der beiden ist der sogenannte “FinderBot”, ein virtuelles Gerät in Form einer fliegenden Suppenschüssel, welches vollautomatisch Auskunft zu Orten von Interesse gibt - und die interessierten Avatare bei Bedarf gleich zu ihrem Reiseziel bringt. Ob das die innovativste Erfindung gewesen war, darüber lässt sich wohl auch in Anbetracht der neuen Suchfunktionen des Viewers streiten. Die Jury jedoch hat gesprochen. Das “Intelligent Agency” Team, Alan Ross und Paola Capocasa, alias WiredAl Vuckovic und Ecate Yalin in Second Life hat gewonnen.

Die Kriterien waren weniger wirtschaftlicher Natur als der Innovation geschuldet. Es ging darum, erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln, die vor allem auch langfristigen Erfolg versprechend sind. Die Teams hatten hierfür die selben Voraussetzungen. Ohne Eigenkapital zu veranschlagen, wurden alle Teilnehmer-Ideen aus einem Fond finanziert, für dessen Erhalt sie ihre Ideen bereits im Vorfeld zu präsentieren hatten. Und hernach umzusetzen, im Rahmen und der Möglichkeiten der beschränkten Fähigkeiten der SL-Engines und Skripterstellung, innerhalb von 45 Tagen.

Andere Finalisten hatten ebenso gute Ideen beigesteuert. Zum Beispiel einen virtuellen Dating-Service, Bots und ein Team-Bildungs-Training nach einem virtuellen Flugzeugabsturz.

Der Gewinner des Wettbewerbes gab dem deutschen Mediapartner Spiegel Online ein Interview. Dort sagt Alan Ross zumhauseigenen Sieg: “Wir haben gezeigt, dass wir einen guten Sinn fürs Geschäft hatten, vor allem im Bezug auf virtuelle Welten. Wir haben uns die Wirtschaft von “Second Life” angesehen und uns entsprechend angepasst. Zum Beispiel haben wir als einziges Team darauf hingewiesen, dass es bei “Second Life” einen Knick im US-Dollar-Umsatz gegeben hat - und das obwohl sich alle einig sind, dass “Second Life” und virtuelle Welten ein Wachstumsmodell sind.” Und warum hat der Finder-Bot gewonnen, welche Strategie kann denn funktionieren? “Wir müssen eher langfristig denken. In Fall unseres “FinderBot” geht es darum, sich von der kurzfristigen Perspektive zu verabschieden, die Bots einfach zu verkaufen. Stattdessen müssen wir langfristige Beziehungen mit Kunden aufbauen.”

Weblinks:

Mc Kinsey Homepage

Finder Bot Homepage