Die Plattform Second Life gilt als revolutionärer Trend im InternetViele Menschen sind seid Jahren online vertreten, doch kann man dann auch von einem Online-Leben sprechen! Second life verkörpert die Idee, welche schon 100 andere User hatte, welche zwar mit Sicherheit auf irgendeine Weise verwirklicht wurde, aber nie diesen Boom erreichte.

Die Plattform Second Life gilt als revolutionärer Trend im Internet. – Wobei die Idee eines virtuellen Lebens gar nicht so neu ist!

Februar 1989 – Monterrey, Kalifornien (USA) Hier trafen sich einige Visionäre des aufziehenden Online Booms, um gemeinsam über die Zukunft des “Virtual Reality Modeling language“(VRML) zu diskutieren. Ihre Idee war es, ähnlich wie bei den zweidimensionalen Internetseiten die auf html basieren eine dreidimensionale Online-Seite zu erschaffen. “Als ich zum ersten mal die Fähigkeiten von VRML sah, war ich über Wochen euphorisch“ schrieb der digitale Künstler und VRML-Pionier David Knoebel. Wer mehr darüber erfahren möchte, schaue sich einfach seine Internetseite „Click Poetry“ an. Heute noch, verbindet er mit VRML, Poesie mit grafischen Elementen. Wirklich einen Blick wert.

Die Idee der Virtuellen Welt, sollte aber nicht nur dazu dienen, ihren Usern eine 3D-Visualisierung zu liefern sondern auch eine neue Form der Kommunikation schaffen! So sollten User nicht nur durch Texte, sondern auch durch Gesten Ihrer Virtualen Gestalt miteinander kommunizieren können. Die Ideen scheinen grenzenlos. So entstanden auch die ersten Schritte in Richtung Virtuelles Leben. Auch die Wirtschaft und die Medien fanden Interesse an diesem Projekt, so bot das Film und Fernsehmuseum in Hamburg einen Online Rundgang durch ihr Gebäude an. Auch während der Fußball WM 1998 konnten sich die User alle Torszenen aus unterschiedlichen Blickwinkeln anschauen. So war man nicht mehr nur Zuschauer, sondern mitten im Geschehen dabei!

So kann man diese Idee als Uhrmutter von Second Life ansehen! Den auch bei dieser Onlinewelt war der Zugang für jeden der einen Internetanschluss besaß, kostenlos. So wählte jeder Nutzer, wie auch bei SL, seinen Avater den er selbst gestalten konnte und bewegte sich mit seinem „zweiten ICH“ durch die Virtuelle Welt.

Aber der große Boom blieb aus, weil diese schöne Welt einen großen Haken hatte! Nicht wirklich viele Nutzer besaßen einen schnellen Internetanschluss, viele nutzen ein Modem um online zu sehen. Dementsprechend war auch die Welt als auch die Kommunikation sehr eingeschränkt. Erblicke man irgendwann einmal einen Avater, war dieser schon längst wieder verschwunden bis man ihn erreicht hatte. So wich das Hauptziel der Online Welt in weiter ferne – Kommunikation von Usern! Das war aber bei weitem nicht das einzige Problem dieser Welt, so gelang es leider auch nicht, den Usern die Vielfalt und grenzenlose Weite dieser neuen Online Welt richtig darzustellen.

Ein Besucher der WWW-Konferenz in Bosten schreib damals „”Wozu auf einem zweidimensionalen Bildschirm versucht werden soll, dreidimensionale Realität zu simulieren, ist mir nicht ganz klar, lösen doch 2D-Spiele diese Aufgabe viel besser.“Für uns heute kaum zu verstehen? – Aber so wurde der eigentliche Grundbaustein für die heutige Virtuellen Welten wie Second Life gelegt. So legte die Arbeitsgruppe „Living Worlds“ Regeln für Designer und Strategen zukünftiger Onlinewelten fest. An diesen Regeln orientieren sich noch heute Entwickler - auch die entsprechenden von Sekond life!

Mit Sicherheit kennen viele Menschen diese Ersten Schritte des Virtuellen Lebens nicht – aber ohne sie, wäre Second life wohlmöglich nicht entstanden!

Es grüßt euch Alys Shan