Sa 16 Feb 2008
Diebstahl in Second Life: Interview mit einem Opfer
Geschrieben von life ra unter Alle Artikel
(PC) Dass nicht immer alles auf legalem Wege in der Zweitwelt läuft, darauf soll an dieser Stelle hingewiesen werden. Reporter Life Ra traf sich mit Dean Asby. Er ist Betreiber der SANDS-SIMs und vertreibt unter dem Label REDGRAVE Damen- und Herrenkollektionen. Kürzlich wurde er Opfer eines Betrugsfalls.
SLI: Hi Dean, wie secondlife.reuters berichtete, haben verschiedene Avatare illegale Kopien Deiner “Redgrave Fashion” -Kollektion angeboten. Was ist passiert?
Dean Asby: Eine Gruppe brasilianischer Raubkopierer hat einen Großteil der Redgrave-Kollektion, als auch andere Designer kopiert und mehrere Shops in SL eröffnet. Dort boten sie die “gestohlenen Waren” 50% billiger an. Gleichzeitig starteten sie auch eine Grieferaktion, in dem sie jeden Tag mit unzähligen Avataren unsere Shops besuchten und unsere Kunden per IM und LMs zu ihren Shops locken wollten.
SLI: Wie war es möglich Kopien Deiner Produkte zu erstellen?
Dean Asby: Es gibt allein 3 Varianten Raubkopien zu erstellen die mir bekannt sind. Die Möglichkeiten hierzu sind nach Aussage von versierten Bekannten überall nachzulesen und einfach nach zu vollziehen. Das ist ja das Schlimme, dass es den Leuten so leicht gemacht wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich von einem Playstation-Spiel so einfach die Texturen klauen kann.
SLI: Wieviel Umsatz geht Dir, nach eigenen Schätzungen, durch Plagiate verloren?
Dean Asby: Bis zu 75 Prozent!
SLI: Was erwartest Du von Linden Lab um Deine Rechte besser zu schützen und was kannst Du tun?
Dean Asby: LL sollte zumindest einmal Stellung zu der Rechtslage beziehen. Auf der einen Seite sagen sie, es gehe LL nichts an, dann gibt es auf einmal doch die Möglichkeit, durch DMCA-Reports einzugreifen. Ich denke, dass ein Prozess im realen Leben gegen einen solchen Kopierer schon eine Menge bewirken würde. Denn dann würden viele dieser Diebe sehen, dass das durchaus schwerwiegende Kosquenzen haben kann. Ich kann im Moment nichts tun, ausser alle geplanten neuen Releases auszusetzen, da mir schon gedroht wurde diese Minuten nach Verkaufsstart in deren Shops als Freebie anzubieten.
SLI: Woran erkennt man, dass es sich um eine Raubkopie handelt?
Dean Asby: Eine sichere Methode diese zu erkennen gibts es nicht, da die Diebe meist die Logos oder Rechtshinweise aus den Texturen löschen.
Ein sicheres Anzeichen ist es jedoch meist, wenn in zweifelhaften Billigläden hohe Qualität zu einem extrem niedrigen Preis angeboten wird. Auch erkennen lässt es sich an der uneinheitlichen Darstellung der Produkte, da die Diebe meist die Orginalverkaufsplakate nutzen.
Bleibt zu wünschen, dass die Avatare wenigstens schnell gesperrt werden und potentielle Kunden sich nicht durch solche “Schnäppchen” ködern lassen.
Weblink:
secondlife.reuters.com
Landmark (SLURL):
Redgrave in SL
Wenn Du diesen Bericht verlinken möchtest, bitte den untenstehenden Code dafür kopieren und auf Deiner Seite einsetzen - Du erhälst dann diesen Link: Diebstahl in Second Life: Interview mit einem Opfer
3 Kommentare für “ Diebstahl in Second Life: Interview mit einem Opfer ”
Kommentare:
Hinterlasse einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.
Trackbacks & Pingbacks:
-
Pingback from Hi-5 » Diebstahl in Second Life: Interview mit einem Opfer
16. Februar 2008 um 14:14[…] Second Life News wrote an interesting post today on Diebstahl in Second Life: Interview mit einem OpferHere’s a quick excerpt Dass nicht immer alles auf legalem Wege in der Zweitwelt läuft, darauf soll an dieser Stelle hingewiesen werden. Reporter Life Ra traf sich mit Dean Asby. Er ist Betreiber der SANDS-SIMs und vertreibt unter dem Label REDGRAVE Damen- und Herrenkollektionen. Kürzlich wurde er Opfer eines Betrugsfalls. Hi Dean, wie secondlife.reuters berichtete haben verschiedene Avatare illegale Kopien Deiner “Redgrave Fashion” -Kollektion angeboten. Was ist passiert? Eine Gruppe brasilianischer Raubkopierer ha […]
-
Trackback from Webnews.de
16. Februar 2008 um 19:31Diebstahl in Second Life: Interview mit einem Opfer…
Dass nicht immer alles auf legalem Wege in der Zweitwelt läuft, darauf soll an dieser Stelle hingew…
19. Februar 2008 um 15:32
Auf einer seite tut mir wahnsinnig leid für den Opfer. auf der andere seite muss ich grinsen, da es unglaublich ist, wie weit man gekommen ist, zu stehlen in eine virtuelle welt…ist das nicht wahnsinnig? hätte mir das vor 5 jahren erzählt hätte ich nicht geglaubt.