Fr 2 Nov 2007
Erste virtuelle Gerichtsverhandlung - Unfall
Geschrieben von Pete Couffer unter Alle Artikel
Die erste inworld Gerichts-Verhandlung wird am Sonntag, dem 04.11., um exakt 21Uhr auf Pixel Expo II statt finden. Es wird um einen Unfall verhandelt, wobei Nuschi Martynow, der wohl bekannteste Busfahrer in Second Life, als betrunkener Fahrer auf der Anklagebank sitzen wird.
Das sogenannte Experiment der JuraWiki-Gruppe entspringt der Idee eines Moot Court, welche aus den USA übernommen wurde und Jurastudenten und vergleichbaren Akteuren die Möglichkeit geben soll, ihre Erfahrungen an einem realitätsnahen Beispiel zu sammeln und Erkenntnisse zu vertiefen, ohne dabei Schaden anzurichten.
Schon vor geraumer Zeit wurden Freiwillige aufgerufen, an diesem aussergewöhnlichen Verfahren teil zu haben. Mittlerweile steht die Aufstellung des virtuellen Gerichtstabes fest, Zuschauer sind erlaubt und herzlich eingeladen. Mit Absicht wählte man für diese erste Verhandlung, ein Test quasi, ein relativ einfaches Thema - bei dem man kaum rechtliche Vorkenntnisse mitbringen muss um der Verhandlung sicher folgen zu können.
Die nunmehr allseits bekannte Carina Raymaker, welche das TUT und JuraWiki betreut, wird den Vorsitz des Gerichtes übernehmen. Es wird ganz “real” zugehen, alle Posten, welche in einem Gericht sind durch Fachmänner und -frauen besetzt, Laiendarsteller als Zeugen und exklusiv als Gerichtsreporter sind Roob Robbiani von life4U und Malen Schumann von der Touch. Das ganze Verfahren liest sich überaus witzig, aber keineswegs langweilig. Der Angeklagte Nuschi Martynov plädiert schon im Voraus wortstark in seinem Weblog (s.u.). Man kann es ihm auch nicht verübeln, hat er sich doch bisher nichts zuschulde kommen lassen - und das zweimalige Überrollen des Opfers ist im hochbetrunkenen Zustand schon sehr leicht von der Hand “gerutscht” - auch rückwärts, versteht sich, also im Prinzip kann das sicher nur ein Versehen oder Zufall gewesen sein!
Wir werden es erfahren!
So stay tuned.
Weblinks:
Landmark:
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3 Kommentare für “ Erste virtuelle Gerichtsverhandlung - Unfall ”
Kommentare:
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3. November 2007 um 20:07
Freiheit für NUSCHI.Das ganze ist ein abgekartetes Spiel. Man sieht deutlich, dass dieser Simulant auch gleich Zeugen mit dorthingebracht hat. Man sollte vielmehr gegen den Burschen einspannen wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.
Im übrigen sollte man eine Zwangseinweisung des Herrn prüfen, wenn der sich in suizidaler Weise vor den Bus schwingt. Sowas ist ja nicht normal.
Ich wünsche dir viel Kraft dieses böse Spiel durchzustehen. Laß dich nicht weichmachen von diesen Anwaltstypen und protestiere. Denen gehts doch nur um fette Lindendollar.
Denke immer dran, Recht braucht Unrecht nicht zu weichen. meine Gedanken sind bei dir.Rike Lunduist
4. November 2007 um 11:41
Krass was es schon alles gibt. Solange die “Gesetze” dann auch einigermaßen verständlich sind und nicht wie das Juristen-Deutsch hierzulande, passt es ja.
4. November 2007 um 16:43
Nun, ich möchte ein wenig bezweifeln ob nicht das tatsächlich das Juritische damit Einzug hält. Denn wie sollte es anders sein - neue Gesetze werden derzeit jedenfalls kaum neu geschrieben, für Second Life oder andere Metaversen. Ob sich hier die Gesetzgebung vereinfachen muss oder erschweren wird?
@Rike, wir werden es heute abend erleben, evt. auch “deinen” Nuschi weinend