Mi 2 Mai 2007
Interview mit Tiberius Haifisch: 4 Wochen Shopdiscount
Geschrieben von Gilbert Wise unter Alle Artikel
Für vier Wochen hatte Tiberius Haifisch auf German-Island von sich Reden gemacht. Ein Shop mit 50 Prims kostete pro Woche nur 1 L$. Unschlagbar günstig! Wie er darauf kam und was er von Second-Life hält, das erzählte er mir heute im Interview. Wir trafen uns in der gemütlichen Altstadt.
Gilbert Wise: Wie bist du auf Second-Life aufmerksam geworden?
Tiberius Haifisch: In einem Forum (dessen Namen ich leider vergessen habe) wurde Secondlife von einigen Benutzern erwähnt. Neugierig wie ich bin dachte ich: “Das musst du sehen”. Also angemeldet und ab in das zweite Leben. Dabei hat es mich besonders gefreut, dass Secondlife für Windows und Linux zur Verfügung steht.
Gilbert Wise: Wie kamst du am Anfang zurecht?
Tiberius Haifisch: Sehr gut. Die Bedienung ist einfach und alles erklärt sich ja fast von selbst. Man darf nur nicht den Fehler machen am Anfang alles zu wollen und alles können zu wollen. Man lernt jeden Tag etwas neues und man muss sich etwas damit beschäftigen. Aber wenn etwas Spass macht, tut man das ja auch gerne.
Gilbert Wise: Stand dir jemand zur Seite?
Tiberius Haifisch: Nein, denn ich denke das kann ich schon ganz alleine
Allerdings wäre es ein Wunsch von mir, wenn das aktuelle Projekt läuft, eine organisierte Hilfe für Einsteiger zu schaffen, damit es den deutsch-sprachigen Benutzer vielleicht etwas leichter fällt den Anfang in dieser grossartigen Welt zu finden. Das sind aber im Moment mehr Überlegungen als konkrete Pläne.
Gilbert Wise: Warum hast du dich gerade Tiberius Haifisch genannt?
Tiberius Haifisch: Das war eine relativ spontane Entscheidung. Der Vorname ist der zweite Vorname einer Film Figur, die ich sehr schätze und der Nachname erschien mir einfach “griffig”. Allerdings gebe ich zu den Namen nicht wirklich geplant zu haben oder sehr lange überlegt zu haben. Da habe ich schon bedeutend lustigere Kombinationen mit Hintersinn in der SL-Welt gesehen.
Gilbert Wise: Was war bisher dein größter Erfolg?
Tiberius Haifisch: An dem arbeite ich gerade: Die deutsche Insel Altstadt. Schon der Start im ersten Monat mit den Shops für 1 Linden pro Woche war sehr viel versprechend. Natürlich kann man davon real keine Insel bezahlen, darum musste das Angebot inzwischen auch enden, aber wir verzeichnen ein reges Interesse und haben Anfragen nach Läden, die wir momentan gar nicht erfüllen können. Ich hoffe sehr, dass der Erfolg der Insel treu bleibt und die Händler und Besucher das Projekt auch weiterhin untertützen, damit es auch ein Erfolg bleibt.
Gilbert Wise: Was willst du in Second-Life noch erreichen?
Tiberius Haifisch: Die Deutsche Insel Altstadt soll ein angehmer Ort für Händler und Kunden bleiben und mit den Benutzern wachsen. Da möchte ich ein Teil davon sein. Besonders soll denen geholfen werden, die deutsch sprechen um einen Treffpunkt für deutsch-sprachige Benutzer zu schaffen. Ich sage dabei bewusst “deutsch-sprachige”, denn man spricht ja zum Beispiel auch in Österreich und der Schweiz deutsch und nicht jeder ist des englischen mächtig. Dazu warten auch noch einige Pläne auf die Realisierung und ich hoffe sehr, dass alles umgesetzt werden kann und die Leute damit zufrieden sein werden.
Gilbert Wise: Was bedeutet Second-Life für dich?
Tiberius Haifisch: Secondlife bringt in einer einzigartigen Form den Chat und ein Spiel zusammen. Obwohl Secondlife mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat (Stichworte: Inventar, Teleport), sehe ich eine grosse Zukunft voraus - wenn Linden die Preisschraube nicht überdreht und Leistung ausbaut anstatt diese einzuschränken. Ein leicht erreichbarer Support, der den Namen verdient, ist eine Notwendigkeit. Und wer ist denn auch schon bereit Geld auszugeben oder in virtuelle Dinge zu investieren, wenn er es “einfach mal so” verlieren kann, weil das Inventar aus irgend einem Grund unwiederbringlich verschwunden ist.
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