ParArt GafferDer charismatische ParArt Gaffer alias Sebastian Dsenne eröffnete gestern seine erste Ausstellung mit einer gelungenen Vernissage im Kulturbahnhof am Alexanderplatz in NewBerlin.

Sebastian Dsenne lebt derzeit in Essen, arbeitet aber an verschiedenen Orten Deutschlands, unter anderem auch in Berlin. Das Motto von Sebastian Dsenne, seines Zeichens freier Künstler, Bühnenmaler und -plastiker sowie Grafikdesigner, lautet: “Kunst ist, wenn man trotzdem lacht.” Denn ein Künstler hat es schwer mit dem Brötchen verdienen, es kommt immer auf die Intention an, man muss zahlreiche Hürden für sie überwinden.

Kein Problem stellt das für ParArt Gaffer dar, der seine Farben selbst herstellt, vorrangig mit Öl und Acryl zeichnet und ohne kommerzielle Interessen ins Second Life kam, aber umso mehr Möglichkeiten der Präsentation und Vernetzung hier sieht. Bereits mit 17Jahren erreichte er den 1.Platz des Solarenergie-Design-Wettbewerbes der EXPO Hannover im Jahre 2000. Zumeist entstehen seine Bilder intuitiv, die Vorarbeiten, das Holz bzw. das Grundmaterial vorzubereiten, währen länger, wie er sagt. Intentionen nennt der Künstler seine Musestunden, ein innerer Zwang ist es ihm sie zu verbildlichen. Ein Glück, dass dem so ist, sind doch seine Bilder und Plastiken voll von tiefen Gefühlen, Hintergründigem und Emotionen gespickt und lachen lebensfroh aus den Bildern heraus. Aber auch andere Seiten sieht man, in sich ruhende und ausdrucksstarke Werke. Schwer, dies zu beschreiben, wie wollte man Lebensdrang, Sympathie, Tiefsinn und Leichtfüßigkeit in einem einzigen Wort ausdrücken können…

Auch ein paar Lieblingsbilder hat der Künstler. Sie sind jene derer, die innerhalb kürzester Zeit gezeichnet sind, der Leichtigkeit wegen, die die Hand über das Papier oder Holz fliegen lassen. Das Holz, auf dem zwei von ihnen gezeichnet sind, sind übrigens sieben Jahre alte Planken, die er mit Kassler grundiert, eines der dunkelsten aber dennoch wärmsten Schwarztöne, aus Braunkohle hergestellt.
Im Kulturbahnhof finden regelmäßig Wechselausstellungen statt, welche jeweils mindestens vier Wochen zu besichtigen stehen. Man bemüht sich dort rege um neue und qualitativ hochwertige Künstler. Bei Interesse schreibe man an team@youseemein3d.com und wird gern persönlich von Arthea Yoshikawa begrüßt. Entstanden ist die Kunst im Kulturbahnhof aufgrund eines Zufalls, ein Künstler von platoon.org stellte ein Bild auf - und es gefiel so gut, dass man mehr davon wollte. Denn im Bahnhof fahren keine Züge, aber es gibt ein großflächiges Areal mit Platz für überdimensionale Bilder. Unter anderem gibt es auf dem Areal New Berlin´s auch Architektur-Kurse für Fortgeschrittene zu besuchen, wie heute abend zum Beispiel.

Im oberen Teil des Bahnhofs stellt Atze Hyun aka Grafiker Jakob Mebes derzeit seine beeindruckenden Bilder zur Schau. Ebenso wie Sebastian Dsenne ist er realer Künstler und Grafiker - somit ist im Kulturbahnhof für mehr als flüchtige Minuten oder eine Musestunde der Betrachtung gesorgt. Prädikat: Teleport, was sonst!

Weblinks:

Sebastian Dsenne HP

New Berlin Homepage

Landmark:

Kulturbahnhof