Mo 14 Apr 2008
Linden Lab senkt die Landpreise
Geschrieben von life ra unter Alle Artikel
Am 7. April informierte Jack Linden im offiziellen Linden Blog darüber, dass die Kaufpreise für Land kräftig gesenkt werden. Der Startpreis einer Auktion von Mainland-SIMs wird von 1250 US$ auf 750* US$ gesenkt. Der Preis von Inseln wird von 1675 US$ auf 1000* US$ verringert. Der schwache Dollar-Kurs drückt die Preise für Euro-Länder zusätzlich.
Was auf den ersten Blick positiv aussieht, verärgert viele Landhändler, die zu den höheren Preisen eingekauft und noch nicht verkauft haben. Auch in der aktuellen Ausgabe des AvaStar wird die Panikmache aufgegriffen. Dabei ändern sich nur die einmaligen Ausgaben, die monatlichen Zusatzkosten bleiben zur Zeit auf dem gleichen Niveau, wie bisher.
Würden die, wie von vielen gefordert, monatlichen Kosten für neue SIMs gesenkt und die Steuern für alte SIMs beibehalten werden, wären die alten Landbesitzer klar im Nachteil. Aber dem ist nicht so. Was bedeutet das für den Einzelnen?
-Für neue Landkäufer wird die Preisschwelle gesenkt und ein Kauf attraktiver.
-Für Linden Lab könnte dies sogar mehr Premium-User bedeuten, da mehr Residents gewillt sind, die einmaligen Kosten zu bezahlen.
-Für Landanbieter, die ihre SIMs künftig einmal auf eigenen Servern hosten, wird es nicht so einfach Regionen zu Dumpingpreisen anzubieten.
-Für alte Landbesitzer ändert sich wenig, die Einmalkosten sind entrichtet und die Haupteinnahmen erfolgen ohnehin bei Weiterverkauf durch die monatliche Tier.
Desweiteren kündigte LL einen neuen Kontinent und täglich zehn neue Regionen an.
Die Landpreise werden also insgesamt sinken, was neue Investoren freuen wird.
Um Altinvestoren nicht zu verärgern, hätte dieser Schritt jedoch früher angekündigt werden müssen. Planungssicherheit ist nur gegeben, wenn man nicht vor vollendete Tatsachen gestellt wird, sondern eine Vorabinfo erfolgt.
Kulanterweise lautet das Angebot an Käufer der letzten sieben Tage vor Bekanntmachung, den Kauf zurückzunehmen und zum neuen Preis zu ordern oder kostenlos eine OpenSpace-Region zu erhalten, die zusätzlich sechs Monate von den aktuellen „Gebühren“ befreit ist. Für Käufer zwischen dem 11. und 31.03. gibt es eine kostenlose OpenSpace, die drei Monate „gebührenfrei“ ist. Die Entscheidung muss bis 16.04. dem Concierge Team bekanntgegeben werden!
Mittelfristig werden sich die Gemüter aber wohl erst dann wieder beruhigen, wenn die laufenden Kosten durch LL gesenkt werden. Möglich könnte dies bereits Ende Juni werden, hat Linden Lab doch angekündigt die Preise ggf. anzupassen und eine neue Preisliste für das dritte Quartal bekannt zu geben.
Vielleicht erwartet uns auch ein neues Geschäftsmodell, was den Quadratmeterpreis ähnlich dem von LindeX handelt. Zumindest wurde erst einmal für den 16./17. April ein neuer Land Store angekündigt. Dies ist auch der Stichtag für das neue Preismodell.
[*Preise ohne Umsatzsteuer]
Weblinks:
Linden Blogpost 1
Linden Blogpost 2
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1 Kommentar für “ Linden Lab senkt die Landpreise ”
Kommentare:
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15. April 2008 um 00:53
Life Ra, du sprichst gewiss allen Landownern aus der Seele!
Nicht nur dass diese Entscheidung sehr plötzlich zu kommen scheint (und impliziert dass LL “etwas planen”), sondern auch dass sie immer mehr dazu gezwungen sein werden, andere Wege einzuschlagen. Denn nicht von der Hand zu weisen ist, dass sie sich bisher vorrangig durch den Landverkauf finanziert haben. Was kommt als Nächstes?
Das Einstellen einer Amüsiergebühr oder Steuern? Nicht dass ich schwarz malen möchte, jedoch speziell die scheinbare Spontanität sollte in diesem Fall zu denken geben - und ausreichend Anlass bieten, sich gewisse Sachen nicht gefallen zu lassen, auf die Barrikaden zu steigen solange sie noch klein genug sind…
Es ist nicht das erste Mal, dass LindenLab eigenmächtig Gesetze erhebt, die zu keinen anderen als ihren eigenen Interessen dienlich sind. Und das sogar offensichtlich. Schade schade, hat man das wirklich nötig? Es scheint beinahe exakt so zu sein…