Mi 27 Jun 2007
Open Art Museum Second Life
Geschrieben von Mat Huet unter Alle Artikel
(JJ) An experimental Museum in Second Life. Changing exhibtions and vernissages.
Aufgrund eines zufällig geöffneten Bloggs, bin ich an diese Story geraten. Ein Blogg der beim ersten Hinlesen eigentlich völlig uninteressant war, eine angeregte Diskussion zwischen Künstlern, Kunstliebhabern, die sich über die Plattform SecondLife als Kunst-präsentationsmedium unterhiehlten.
Aufgrund der Aussage, das damit längst vergessene Skizzen und im Schrank lagernde Erinnerungsfetzen aus anderen Zeiten, hervorgekramt, gesichtet und fotografiert werden können und plötzlich im Bildermuseum im Secondlife landen, begann eine langanhaltende Diskussion über das für und wieder, warum man auch als Frau die Chance hat seine Werke einem breiten Publikum zu zeigen.
Die Argumentationskette wurde noch weiter geführt und auch in Abhängigkeit mit der Literatur gebracht. Texte die nie eine Chance haben abgedruckt zu werden, können im SL als Lesebuch hinterlegt werden. Eine unabhängige Wertung ist möglich, weil das vorab in eine “Nische stecken” fällt weg, man geht neutral auf das durch einen Unbekannten geschaffene Werk zu. Und je mehr ich in den Blog hineinging, wurde mir klar, was man mir sagen wollte: „Da tut sich eine Möglichkeit auf, dem Quotenmonster zu entgehen!“ Auf die Frage in die Runde: Ob SL und das Open Art Museum (OAM) die Möglichkeit der Darstellung sei, kam umgehend die Antwort des kritischen Uli in die Runde: “Ich finde, den SL-Bildern fehlt bei allem angewendeten Talent und Wissen etwas Fleisch und Blut, wenn sie vielleicht auch auf “höherer” Kunst basieren als meine Fotos”. Uli bekommt aber gleich wieder die Retourkutsche der Künstlerin die sich im OAM eine Plattform geschaffen hat: „ich weiß jetzt nicht was Du unter SL-Bildern verstehst.” “Bilder aus SL, die hier in Bloghouse abgebildet sind? oder meine im OAM, die Du siehst wenn Du Dich dort bewegst?” “Bist Du dort gewesen?““Meine Bilder sind im RL sehr farbig, sehr groß und gerade Farbe und impulsiver Pinselstrich verleihen ihnen “Fleisch und Blut”, aber nicht jedem müssen sie gefallen“ Sie führt noch einige Zeile aus, beschreibt Techniken, verweist auf Musik, Lesungen und die Modebranche. Sie lädt mit ihren Worten nicht nur den kritischen Uli in das OAM ein, nein auch mich hat sie dort hin geführt.
Zum OpenArtMuseum auf der machm-it Insel. Einer Initiative der Firma expomaniac GmbH Taunnustein, Konzepte für on/offline events/ Print und Messebau, die sich bei den Machern von machm-it im „Gewerbegebiet“ eingemietet haben. Kleinlaut antwortet der Uli noch mal und seinen Zeilen entnehme ich, dass er sich mit dem Medium noch nicht so recht beschäftigt hatte.
Genau wie er sollte man dem Museum und seinen Werken mehr Aufmerksamkeit widmen, diese Botschaft kommt bei mir an. Daher habe ich mich dorthin teleportieren lassen und mich der Kunst in der Landschaft hingegeben. Dem SecondLife-Grün, dem durch Bilder etwas gegeben wird, das Häuser oder Paläste nicht geben können. Bilder, photografiert und ausgerichtet stehen in Harmonie mit der Grundstruktur des Lindenlandes-. Real trifft virtuell und wird eins. Secondlife als 3D-Raum wird zur Umsetzung von Möglichkeiten zur Realisierung von gestalterischen Ideen genutzt, ganz andere Möglichkeiten wie kubische Räume in Museen und Kunsthallen. Und die kann man sich nicht nur im OAM direkt anschauen, nein die Künstlerin experimentiert auch bei Youtube mit kleinen Filmchen. Dort visualisiert sie in einem knapp zwei Minuten Walk durch das Museum die Grösse und Schönheit der Werke und macht Appetit auf mehr.
Dieses Mehr gibt es zum einen bei http://openartmuseum.blogspot.com/ eine Seite im Internet, die sich mittlerweilen zu dem Themenmagneten entwickelt hat und wenn man die Info an den Bildern öffnet. Dort erhält man auch den Hinweis, daß die Bilder auch im RL käuflich erwerbbar sind. Aber wer steckt hinter diesem ganzen Schaffen, wer ist diese Lara Delgado? Nach Tagen der Recherche war Sie dann doch noch bereit mit mir ein paar Worte über Ihre Projekte und die Zukunft zu verlieren, hierzu wird hier demnächst ein separates Interview erscheinen.
Landmark:
Open Art Museum
Machm-it Insel
Webtipp:
http://openartmuseum.blogspot.com/
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