reflexive architecture creation exampleWer hat sie nicht schon gesehen, die Gebäude im Himmel oder jene mit gläsernen Kuppeln von denen man glaubt, sie müssten jeden Augenblick auf den Boden darnieder stürzen?

Nichts von alledem geschieht tatsächlich, wir befinden uns im Second Life, 2007 a.d., das virtuelle Zeitalter schlägt neue Bahnen ein. Reflexive Architecture heisst die innovative Installation welche man sich nicht entgehen lassen sollte. Neue Erfahrungen der Räumlichkeit und ein (Körper)Gefühl der Virtualität sind nunmehr auf dem Architecture Island erschaffen worden.

Architektur, wie Keystone Bouchard, der Architekt und Konzeptentwickler des “Architecture Island”, in den PR-Informationen niedergelegt hat, basiert auf Erfahrungen aus frühester Kindheit. Winston Churchhill´s Statement “Wir gestalten unsere Gebäude, und hernach formen sie uns” wird hierfür mehrfach genannt.

Fakt ist, zunächst wurde Second Life auf ebendiesen Erfahrungen aufgebaut. Die Reflexive Architecture des Architekten Bouchard und seines Scripters Fumon Kubo geht weiter und lässt so ein ganz neues Raumgefühl erstehen, angepasst an eine virtuelle Welt in welcher das Raumgefühl und die Möglichkeiten vielfältiger geartet, liquider und transzendentabel sind. Der monolithe Einheitsbrei der Architektur ist dem Projekt fremd, es bricht sie gleichsam auf. Reflexive Architecture basiert auf Interaktivität, Farben und Formen welche sich konzeptuell entwickeln - entsprechend der Aktionen des Betrachters. Statisches ist lediglich dem Moment verwandt, interessante Perspektiven und Erfahrungen sind die gewollte Folge. Der Grundgedanke des Projektes bzw. der Idee wird wie folgt formuliert.

“We need a new language of virtual architecture, based on the inherent opportunities and characteristics of this virtual fabric. Reflexive architecture is one step toward this new language.”

Passive Betrachtung ist passé, der Betrachter ist aktiver Rezipient seiner Aktivitäten in einer sich stetig generierenden Umwelt und Soundkulisse. Noch ist dies natürlich programmiert, also doch irgendwie statischer Natur. Aber kaum vorzustellen ist, was sich hier für Möglichkeiten und Entwicklungen ergeben können und werden…

Wenn man sich die Reflexive Architecture “durch den Kopf gehen lässt”, weiß man - es wurde Zeit sie zu erschaffen, denn Second Life bietet mehr als Chat und Präsentation - es ist die Welt der Innovationen, die das uns bekannte Kontinuum des Raums gedanklich entbehrlich werden lassen kann.
Fazit nun, Reflexive Architecture schlägt Wege ein, die so noch nicht gegangen worden sind. Und welche uns einen Trend beschwören werden, der zu be(ob)achten sein wird.


Weblinks:

The Arch

Machinima - Video

Landmark:

Architecture Island