Fr 7 Sep 2007
TOUCH! Ausgabe 9/2007
Geschrieben von NewsScout Anatine unter Alle Artikel
(JJ) Lieber Leser, seit einiger Zeit sind “Deutsche-Großstadt-Sims” stark im Kommen. Während es vor ca. einem Jahr erst nur einige große und wichtige Hauptstädte Europas gab, wie etwa Amsterdam und Paris, so gibt es heute inzwischen eine große Anzahl deutscher Großstädte wie Köln, Hamburg, Frankfurt und Berlin. Eine Sim als Ebenbild einer real existierenden Stadt aufzuziehen liegt also mithin voll im Trend.
Grund genug für die Touch, sich in dieser Ausgabe mal näher mit dem Thema zu befassen. Zu diesem Zweck stellen wir das kürzlich fertiggestellte Projekt “München” vor und haben uns ausführlich mit den Betreibern der Sim unterhalten.
Man kann sich natürlich die Frage stellen, was die Ursache dafür ist, dass man gerade innerhalb von Secondlife versucht, die Realität nachzuempfinden. Immerhin bietet gerade SL, wie wohl kaum ein anderes Medium, eine Vielfalt von Möglichkeiten, um die buntesten und fantastischsten Träume kreativ umzusetzen und jeglicher Form von Eskapismus in reichhaltigem Umfang zu fröhnen. Warum also ausgerechnet die “stinknormale” Alltagsrealität hier nachbauen ?
Ich vermute, die Gründe, warum der Städtebau anscheinend ein sicheres “Erfolgsrezept” darstellt, sind in einem Zusammenwirken mehrer Einzelgründe zu sehen: Für die Entwickler findet sich in RL eine Vorlage als “Blaupause”, an der sie sich einerseits orientieren können, während andererseits die Notwendigkeit, das Ganze auf Sim-Format zu komprimieren, eine gewisse kreative Herausforderung darstellt. Eventuell kann so ein Projekt sogar noch von einer RL-Stadt als PR-Maßnahme gefördert werden.
Für Besucher, die sich ansonsten vielleicht von der Vielfalt der vielen tausend Sims zunächst erschlagen fühlen, stellt der Besuch eines Großstadtnachbaus eine einfach auszuwählende touristische Attraktion dar, z.B. wenn man das Original kennt und vergleichen kann, oder falls nicht, dann hat man die Stadt zumindest schonmal virtuell gesehen.
Wo viele Touristen sind, sind auch Händler nicht weit, so dass sich hier für den Betreiber eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle ergibt. Und schliesslich mag es auch manchen Einwohner einer RL-Stadt geben, der sich bei der Sim-Wahl für sein neues Domizil gerne in vertraute Gefilde begibt.
Also alles in allem eine erfolgreiche Sache mit der alle Beteiligten glücklich sind.
Ein bischen neugierig bin ich aber schon auf einen zukünftigen Zeitpunkt, wo alle Großstädte “vergeben” sind und man anfängt, auch kleinere Städte oder gar malerische Dörfer, wie z.B. Fischerhude, nachzubauen.
Ihr
Case Chapman
Webtipp:
Touch das SL Magazin
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